Inline-Feuchtemessung mit Infrarottechnik
IR 5000
Ein ganz wesentlicher Faktor in einer guten Produktionsanlage ist an allen Stellen die Einhaltung der vorgegebenen Feuchtigkeit des Rohmaterials. Die GreCon-Feuchtemessung IR 5000 ist das optimale Messsystem, von dem der Bediener die erforderlichen Informationen über die Produktfeuchte mit sehr hoher Genauigkeit erhält. Denn je höher der Qualitätsstandard, umso schneller kann erforderlichenfalls in den laufenden Produktionsprozess eingegriffen werden.
Späne und Fasern dürfen weder zu feucht noch zu trocken sein. Deshalb ist die Kontrolle der Feuchtigkeit des Rohmaterials von entscheidender Bedeutung. Ist das Material zu feucht, muss mit einer Verminderung der Plattenqualität oder aber mit einer langsameren Produktionsgeschwindigkeit gerechnet werden.
Ist das Material zu trocken, wurde wertvolle Energie verschwendet. Außerdem kann sich die Brand- und Explosionsgefahr in einer Trocknungsanlage erhöhen. Mit dem Einsatz der IR 5000 werden ungenutzte Produktionsreserven mobilisiert. Sie ermöglicht eine Verstetigung der einzelnen Fertigungsschritte, eine Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit und damit auch eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage.
Ihr Nutzen durch den Einsatz der GreCon IR 5000
- Vermeidung von Produktionsfehlern durch falsche Feuchte
- berührungsloses Messsystem, Messung auch von Spänen/Fasern innerhalb eines Bunkers/einer Schnecke durch eine Glasscheibe
- beste Messwertqualität durch 7000 Messungen pro Minute
- Messsystem wird vorkalibriert ausgeliefert
Aufbau der IR 5000
Hauptbestandteile der berührungslos arbeitenden IR 5000 sind ein Messkopf und ein Operator-Interface, das zur Kalibrierung und Parametrierung der IR 5000 genutzt wird. Nahe des Messkopfes wird das Operator-Interface montiert, das ebenfalls als externe Fernanzeige fungiert. Auf diese Weise kann der Messwert leicht abgelesen werden, um dann zu Laborzwecken nach der Probenentnahme weiterverwendet zu werden.
Der Messwert kann über eine Netzwerkverbindung an ein übergeordnetes Prozessleitsystem zum Leitstand weitergeleitet werden. Für weitere Steueraufgaben stehen analoge Ausgänge und programmierbare Alarmkontakte zur Verfügung.
Die Gehäuse des Messkopfes und des Operator-Interfaces sind gegen Staub- und Wassereinflüsse geschützt. Für extreme Anwendungsbereiche wie Frost oder Hitze stehen entsprechende Zubehörteile zur Verfügung. Bis zu 80 verschiedene Anlageneinstellungen können im Produktspeicher abgespeichert werden. Damit ist eine Anpassung an viele unterschiedliche Materialstrukturen möglich.
Kombinationen mit anderen Messsystemen
Die Produkt- und Materialeigenschaften können noch effektiver ausgewertet werden, wenn die Feuchtemessanlage IR 5000 mit anderen GreCon-Messsystemen kombiniert wird. So können z. B. die Daten der GreCon-Flächengewichtsmessanlage BWQ 5000 zur Berechnung der Trockenmasse in der Span- oder Fasermatte herangezogen werden.
Messverfahren
Die IR 5000 arbeitet mit einem optischen Messwertaufnehmer, der das von der Materialfeuchte absorbierte Licht im NIR-Bereich aufnimmt. Je feuchter das zu messende Material ist, umso weniger Licht wird vom Material reflektiert. Mittels einer Halogenlampe wird ein Lichtstrahl ausgestrahlt, der wiederum über eine Spiegel-Linsen-Kombination in mehrere Messstrahlen sowie Referenzstrahlen aufgespalten wird.
Ein Filterrad filtert die unerwünschten Spektralbereiche heraus. Die im NIR-Bereich verbliebenen Lichtstrahlen werden auf das Material geleitet. Je nach Feuchtigkeit reflektiert dieser Strahl mehr oder weniger intensiv in den Messkopf zurück. Hier wird er mit dem Referenzstrahl verglichen und so zur Bestimmung der eigentlichen Materialfeuchte genutzt.
Durch diese Anordnung von Mess- und Referenzstrahl und durch ein spezielles Dual-Detektor-Prinzip wird eine hohe Systemstabilität und Messgenauigkeit, unabhängig von äußeren Einflüssen, gewährleistet.
Manipulatoren zum optimalen Einbau der Messköpfe
Für geschlossene Förderwege, z. B. Schnecken, kann unter Zuhilfenahme einer Glasscheibe die Feuchtigkeit direkt im Produktstrom gemessen werden. Bei Fallschächten eignet sich die Fasermessvorrichtung FMV 5000, z. B. im Fallschacht unterhalb des Trocknerzyklons bei der Produktion von MDF. Hierbei werden in einem separaten Auffangbehälter innerhalb des Zyklons die Fasern gesammelt und dann gemessen.
Nach dem Messvorgang werden die Fasern über einen Klappenmechanismus in den Produktionsprozess zurückgegeben. Gleichzeitig werden neue Fasern gesammelt und der nächste Messzyklus beginnt. Eine integrierte Klappe dient der Probennahme. Mit dieser Messvorrichtung von GreCon ist es erstmals möglich, auch frei fallendes Material mit Infrarotsystemen zu messen.
Zur Messung oberhalb von Faser- oder Spänematten vor oder hinter der Vorpresse wird ein geeigneter Haltebügel angeboten, der es erlaubt, auch während der Produktion den Messkopf in eine Kalibrier- oder Wartungsposition zu bewegen.












