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Unsere Firmengeschichte beginnt 1911...
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Unsere Firmengeschichte beginnt 1911...

...mit dem Bau des Fagus-Werks

Unter Carl Benscheidt als Leiter macht die Firma eine rapide Geschäftsentwicklung durch, nicht zuletzt aufgrund geknüpfter Kontakte zu den Amerikanern, die die Rahmen-Sohlen-Nähmaschine einführten und in Europa absetzen wollten. Auch durch das Abkommen zur gegenseitigen Empfehlung von Leisten und Nähmaschinen entwickelte sich die Firma Behrens binnen kürzester Zeit zur bedeutendsten Schuhleistenfabrik in Deutschland.

Massenproduktion, neue Arbeitsmittel und die Angliederung eines eigenen metallverarbeitenden Betriebs lassen eine Produktkatalogerweiterung zu. Mit Stanzmessern,-klötzen sowie Zuschneidebrettern und weiteren Produkten kann die Schuhindustrie optimaler bedient werden, was der Firma einen Vorsprung vor der Konkurrenz verschafft.

Nach dem Tode Carl Behrens erhält C. Benscheidt neben dem Kaufmann Wilhelm Bertram die Leitung des Unternehmens. Unüberbrückbare Differenzen mit den Erben zwingen Benscheidt 1910 zum Ausstieg aus dem Unternehmen Carl Behrens.

Kurze Zeit später nimmt er erneut Verhandlungen mit den USA auf und gründet im Alter von 53 Jahren seine eigene Schuhleisten-Firma -das Fagus-Werk. Dieses wird direkt gegenüber des Gebäudes der Firma Carl Behrens errichtet.

Benscheidt kann viele Mitarbeiter von dort abwerben,weil sein damaliger Weggang beeindruckte und in aller Munde blieb. Die Produktion startet sogleich. Das Unternehmen wächst rasch heran und kann sich zum überlegenen Fabrikanten entwickeln.

Carl Benscheidt beauftragt den noch jungen und wenig bekannten Walter Gropius und die Bauhaus-Werkstätten für den Entwurf des Werkes und erteilt ihnen bis 1926 weitere Aufträge.

Am 31.08.1947 stirbt er in Alfeld.

Als erfolgreicher Unternehmer in der Schuhleistenbranche war er maßgeblich daran beteiligt, dem Industriestandort Alfeld einen anhaltend guten Ruf zu verschaffen. Prägend bis heute sind die zahlreichen Bauwerke in der Stadt, die auf Benscheidt zurückzuführen sind. Carl Benscheidt war sich bewusst, dass Qualitätsprodukte nur von motivierten Mitarbeitern in gut ausgestatteten Fabriken hergestellt werden konnten. Zu seiner unternehmerischen Philosophie gehörten dementsprechend schon um die Jahrhundertwende eine gute Tageslichtversorgung am Arbeitsplatz, betriebliche Sozialleistungen und das Engagement im Arbeiterwohnungsbau.

In der Kommunalpolitik trat er als engagierter Modernisierer und Reformer für die Interessen der damals noch jungen Alfelder Industrie ein. Das 1911 begonnene Fagus-Werk steht, symbolisch gesprochen, auf diesem Fundament seiner Erfahrungen und Überzeugungen.

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Ab 1926 beschäftigt er sich intensiv mit dem Massenwohnbau als Lösung der städtebaulichen und sozialen Probleme und tritt für die Rationalisierung des Baugewerbes ein. Er entwirft zahlreiche Wohnbauprojekte wie die Siedlung Dessau-Törten (1926–1931), Dammerstock (1928/1929), Wohnblocks in der Siemensstadt in Berlin (1929/1930) und das Projekt Wannsee-Uferbebauung, ebenfalls in Berlin (1930/1931).

Gropius legt mit seiner Idee vom „Baukasten im Großen“ die Grundlage für die Plattenbauten in den Satellitenstädten dieser Erde. Einerseits ermöglicht die industrielle Massenfertigung die Bereitstellung von dringend benötigtem Wohnraum, andererseits anonymisiert sie das Wohnen und schafft neue soziale Probleme.

1934 geht er nach England und lehrt 1937-1952 an der Harvard University. Nachdem er 1938 auch Marcel Breuer nach Harvard geholt hat, gründet er dort mit ihm ein Architekturbüro. Zahlreiche Aufträge folgen, u.a. der Pennsylvania Pavillon für die New Yorker Weltausstellung. Sie sind dafür verantwortlich, dass in den USA das „neue Bauen“ bekannt wird.

1946 gründet Walter Gropius "The Architects Collaborative" (TAC), mit dem er zahlreiche Projekte realisiert. 

Am 05.07.1969 verstirbt er in Boston.

Walter Gropius wird als überaus fortschrittlicher Künstler charakterisiert. Bereits vor dem Krieg überwand er die massiven Fassaden der Vergangenheit zugunsten gläserner, wie schwereloser Wandlösungen. In der Formensprache vermied er konsequent Historismen, Ornamentschmuck oder symbolische Werte und konzentrierte sich ganz auf die Funktionalität reiner, geometrischer Grundkörper.

Stilbildende und zukunftsweisende Entwürfe für Möbel und Hausrat ebenso wie für Eisenbahnwaggons und Autos (Modelle für Adler, 1930) vervollständigen das Oeuvre des Walter Gropius.

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